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:: Pressemitteilungen ::
"Kaum Informationen zum Artenschutz
vorhanden"
16-jähriger Schüler kritisiert schlechte Informationslage
anlässlich des internationalen Tages der biologischen Vielfalt
Ludwigsburg, 21. Mai 2002 - Anlässlich des
morgigen internationalen Tages der biologischen Vielfalt (22. Mai)
kritisiert der 16-jährige Christoph Schneider die schlechte
Informationslage zu Themen des Umwelt- und Artenschutzes. Seiner
Ansicht nach seien die meisten Kinder und Jugendliche, aber auch
Erwachsene nur unzureichend über die Problematik des weltweiten
Artensterbens aufgeklärt.
Der Jugendliche kritisiert vor allem die unzureichende
Information der Kinder und Jugendlichen in der Schule. Seiner Erfahrung
nach würde man in den Bildungseinrichtungen kaum über
das Thema sprechen. "Während meiner bisherigen Schullaufbahn
hat man mit meiner Klasse noch nicht einmal ernsthaft über
dieses wichtige Thema gesprochen. Dies finde ich sehr schade, da
das Thema bei meinen uninformierten Klassenkameraden so ein negatives
Image bekommen konnte", erklärte der Gymnasiast gegenüber
der Presse. Man müsse sich, seiner Ansicht nach, dann auch
gar nicht erst wundern, wenn so eine Gesellschaft entstehe, die
ihren Müll einfach auf der Straße fallen lasse oder ins
Gebüsch werfe, wie dies unter Jugendlichen mittlerweile "Mode"
sei.
Auch schreibt Schneider den Medien eine wichtige
Rolle in der Umweltbildung zu. Da nur 1-2 Prozent aller Medieninhalte
einen Umweltbezug hätten, würde die Sensibilität
für den Umwelt- und Artenschutz auch bei den Erwachsenen, also
den Eltern, sehr stark nachlassen. "Die meisten Mitbürger
wissen gar nicht, dass sie sich durch den Kauf mancher Produkte
an der Umweltzerstörung beteiligen." Als Beispiel nennt
der junge Umweltschützer die starke Nachfrage nach Getränkedosen.
Für die Herstellung der Dosen müssten weite Flächen
des Regenwaldes abgeholzt werden um den Aluminium-Grundstoff Bauxit
abbauen zu können. "Damit", so Schneider, "machen
wir uns an der rasanten Regenwaldzerstörung und damit am weltweiten
Artensterben mitschuldig."
Gleichzeitig wären die Möglichkeiten
der weiteren Information, zum Beispiel durch Bücher, ebenfalls
sehr stark eingeschränkt. "Ich beobachte schon seit langer
Zeit, wie gute Umweltbücher, die die Problematik veranschaulichen,
auslaufen und nicht erneut aufgelegt werden." Dies findet der
Gymnasiast sehr schade, da er durch diese selbst erst zum Umweltschutz
kam.
Als Schneider im Alter von 10 Jahren durch ein
Jugendbuch auf die fortschreitende Umweltzerstörung aufmerksam
gemacht wurde, war für ihn sofort klar, dass er sich für
den Naturschutz engagieren möchte. Kurze Zeit später sammelte
er bereits seine ersten Unterschriften und gründete im Internet
die Umweltseite "UmweltschutzWeb.de".
Inzwischen zieht sein "UmweltschutzWeb.de-Netzwerk" wöchentlich
über 2.200 Besucher an, die er über die fortschreitende
Regenwaldzerstörung und das Artensterben, aber auch über
die aktuelle Umweltpolitik informiert.
Damit möchte der mehrfache Umweltpreisträger
(u.a. "Goldene Natur" von ZDF und HörZu) wenigstens
zu einem klein wenig mehr Umweltbewusstsein beitragen.
Hinweis für
Redaktionen
Für weitere Informationen steht Ihnen Christoph Schneider über
sein Handy (0170 / 2 01 73 73) und per eMail (Presse@Artenschutz.info)
zur Verfügung.
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